Vom 6. bis 8. Juni 2025 verwandelte sich die Messe Düsseldorf in ein gigantisches Paralleluniversum. Zehn Hallen. Mehrere Außenflächen. Drei Tage Ausnahmezustand. Und mittendrin: rund 215.000 Besucherinnen und Besucher aus ganz Deutschland – und aus halb Europa.
Diese Zahl ist mehr als ein Rekord.
Sie ist ein Signal.
Ein Signal dafür, dass die DoKomi längst mehr ist als „Deutschlands größte Anime- und Japan-Expo“. Sie ist ein kultureller Ankerpunkt. Ein Treffpunkt für Generationen. Ein Ort, an dem Online-Identitäten offline werden und an dem Subkultur sichtbar, laut und selbstbewusst auftritt.
Dass die DoKomi ausgerechnet in Düsseldorf stattfindet, ist kein organisatorischer Zufall, sondern kulturelle Logik.
Düsseldorf gilt seit Jahrzehnten als eines der wichtigsten Zentren japanischer Wirtschaft und Kultur in Europa. Über 8.400 Japanerinnen und Japaner leben hier. Japanische Unternehmen, Schulen, Kulturinstitute und Gastronomie prägen das Stadtbild. Die DoKomi dockt genau hier an – und verstärkt diesen kulturellen Austausch sichtbar und spürbar.
Während andere Conventions Orte bespielen, verschmilzt die DoKomi mit ihrer Stadt.
Schon Tage vor dem eigentlichen Messebeginn sieht man Cosplayer in Bahnen, auf Gehwegen, in Cafés. Die Stadt wird Teil des Events – nicht nur Kulisse, sondern Mitspieler.
Wer an diesem Wochenende in Düsseldorf unterwegs war, wusste sofort:
Es ist DoKomi-Zeit.
Unzählige Cosplayer, detailverliebte Outfits, Perücken, Props, Rüstungen. Fans mit Con-Bags, Merchandise, selbstgebastelten Accessoires. Gespräche auf Deutsch, Englisch, Französisch, Niederländisch, Italienisch. Die DoKomi ist international – und zwar nicht auf dem Papier, sondern auf der Straße.
Selbst Erstbesucher brauchen keinen Lageplan.
Man folgt einfach dem Strom.
Und dieser Strom führt unweigerlich zum Messegelände.
Bereits dort wird klar: Diese Veranstaltung operiert in einer eigenen Größenordnung.
Zusätzliche S- und U-Bahnen
Shuttlebusse von weit entfernten Parkflächen
Abhol- und Drop-off-Zonen
Sicherheits- und Einlasskonzepte auf Großevent-Niveau
Ja, die Wege sind lang.
Ja, die Besucherzahlen sind hoch.
Aber: Es funktioniert. Und das ist bei einer Messe dieser Dimension keine Selbstverständlichkeit, sondern eine Leistung.
Die DoKomi 2025 zeigt eindrucksvoll, wie sehr sich die Szene verändert hat.
Anime, Manga und Gaming sind längst kein Randphänomen mehr. Sie sind popkultureller Mainstream, ohne ihre Identität verloren zu haben.
Hier treffen aufeinander:
Hardcore-Fans und Neulinge
Profi-Cosplayer und Erstversuche
Internationale Creator und lokale Artists
Große Marken und Ein-Personen-Stände
Und genau dieser Mix ist es, der die DoKomi so besonders macht.
Sie ist kein reines Verkaufsevent. Sie ist kein reines Fantreffen. Sie ist kein Branchenmeeting.
Sie ist alles gleichzeitig.
Für uns von BattleVerseDE ist die DoKomi kein Pflichttermin aus Kalenderlogik. Sie ist ein Ort, an dem wir unsere eigene Community wiederfinden. Wo wir beobachten, zuhören, Gespräche führen. Wo wir Trends erkennen – und Stimmungen spüren, bevor sie online sichtbar werden.
Die DoKomi 2025 fühlte sich größer an als je zuvor.
Nicht nur in Quadratmetern oder Besucherzahlen.
Sondern in Relevanz.
Und genau deshalb nehmen wir uns Zeit für diesen Rückblick.
Abschnitt für Abschnitt. Detail für Detail.
Wer die DoKomi 2025 betrat, merkte innerhalb weniger Minuten:
Diese Messe erschlägt niemanden – sie verschluckt ihn.
Nicht negativ. Aber konsequent.
Mit der Nutzung von zehn Messehallen, zusätzlichen Sondergebäuden und einem weitläufigen Außenbereich spielte die DoKomi 2025 endgültig in der Liga europäischer Großevents. Und genau hier liegt die erste, zentrale Wahrheit:
Ein ungeplanter DoKomi-Besuch endet im Dauerlauf – und trotzdem mit verpassten Highlights.
Das Gelände der Messe Düsseldorf ist groß. Sehr groß.
Doch Größe allein ist nicht das Entscheidende – es ist die inhaltliche Aufteilung, die diese Messe so fordernd macht.
Jede Halle ist ein eigener Mikrokosmos.
Eigene Zielgruppen. Eigene Geräuschkulissen. Eigene Dynamiken.
Man läuft hier nicht „einfach mal durch“.
Man entscheidet sich bewusst – oder wird vom Strom mitgerissen.
Halle 1, 3 & 4 – Händler, Publisher & Artist Alley
Hier schlägt das kommerzielle und kreative Herz der DoKomi.
Große Marken treffen auf hunderte Artists. Enge Gänge, volle Taschen, konstante Bewegung. Wer hier Zeit verbringen will, sollte Geduld mitbringen – und offene Augen.
Halle 5 – 18+ Bereich
Abgetrennt, kontrolliert, bewusst separiert. Zutritt nur mit Altersbändchen.
Illustrationen, Poster, spezielle Merchandise-Artikel und ein Publikum, das genau weiß, warum es hier ist. Ruhiger als andere Hallen – aber keineswegs leer.
Halle 9 – Gaming & Retro
Ein Sammelbecken für Spielerinnen und Spieler.
Retro-Konsolen, Rhythmus-Games, Indie-Stände, Mitmachaktionen. Keine Reizüberflutung wie auf der gamescom – sondern bewusst kuratiert. Gaming als Erlebnis, nicht als Marketing-Show.
Halle 10 – VTuber & Creator
Eine der emotionalsten Hallen.
Live-Interaktionen, Panels, Chats – aber auch klare Regeln. Foto- und Videoverbote werden hier ernst genommen. Respekt ist Teil des Konzepts.
Halle 17 – Itasha & Showcars
Ein visuelles Kontrastprogramm.
Dekorierte Fahrzeuge, Anime-Designs, JDM-Kultur. Viel Platz, viele Kameras, staunende Gesichter. Für viele ein unerwartetes Highlight – und genau deshalb so stark.
Separates Bühnengebäude
Hauptbühne, Panels, Pen-&-Paper-Bereich.
Hier bündeln sich Shows, Wettbewerbe und Programmpunkte. Wer nichts plant, steht schnell vor vollen Reihen oder geschlossenen Türen.
Außenbereich
Food-Festival, Sitzflächen, Cosplay-Treffpunkte.
Ein essenzieller Ort zum Durchatmen – gerade bei dieser Besucherzahl. Bei gutem Wetter ein Geschenk, bei Regen trotzdem unverzichtbar.
Ein Punkt, den man ehrlich ansprechen muss:
Die Wege sind lang.
Zwischen einzelnen Hallen liegen teils mehrere hundert Meter. Wer denkt, „mal eben“ von der Artist Alley zur Gaming-Halle zu springen, verliert schnell 15–20 Minuten – pro Strecke.
Nach einem Tag:
20.000+ Schritte sind keine Seltenheit
Beine müde, Kopf voll
Konzentration sinkt
Unsere klare Empfehlung – aus Erfahrung, nicht aus Theorie:
Bequeme Schuhe
Pausen fest einplanen
Hallen blockweise erkunden
Nicht alles sehen wollen
Die DoKomi ist kein Sprint.
Sie ist ein Marathon mit Nebenquests.
Trotz der enormen Besucherzahl war eines auffällig positiv:
Die Hallen waren nicht komplett überfüllt – zumindest nicht dauerhaft.
Natürlich gab es Hotspots:
Beliebte Händlerstände
Autogrammstunden
Nintendo-Stand
Cosplay-Wettbewerbe
Doch durch die Größe des Geländes verteilte sich das Publikum besser als erwartet. Selbst zur klassischen „Rushhour“ konnte man sich meist noch bewegen – langsam, aber kontrolliert.
Das ist kein Zufall, sondern Ergebnis jahrelanger Optimierung.
Ein zentraler Lernpunkt der DoKomi 2025:
Spontanität kostet Erlebnisse.
Die offizielle App war kein nettes Extra, sondern ein Werkzeug.
Programmübersicht, Hallenpläne, Favoritenlisten – wer sie nutzte, hatte einen klaren Vorteil.
Unser BattleVerseDE-Fazit an dieser Stelle:
Die DoKomi ist zu groß, um sie einfach „passieren zu lassen“.
Wer plant, gewinnt Zeit. Wer nicht plant, verliert Highlights.
Wenn man einen Ort benennen müsste, an dem die DoKomi 2025 ihr wahres Gesicht zeigt, dann wäre es genau hier:
in den Händlerhallen und vor allem in der Artist Alley.
Denn hier entscheidet sich, ob eine Convention nur groß ist – oder wirklich Bedeutung hat.
Rund 1.800 bis 1.900 Stände verteilten sich 2025 auf mehrere Hallen.
Das Spektrum reichte von internationalen Publishern über etablierte Händler bis hin zu Einzelkünstlerinnen und -künstlern, die zum ersten Mal auf einer so großen Bühne standen.
Und genau diese Mischung ist entscheidend.
Große Marken sorgen für Zugkraft
Kleine Stände sorgen für Seele
Künstler sorgen für Identität
Die DoKomi schafft es, diese drei Ebenen nicht gegeneinander auszuspielen – sondern nebeneinander existieren zu lassen.
Die Artist Alley ist kein „Nice-to-have“.
Sie ist das kulturelle Herz der DoKomi.
Hier geht es nicht um Massenware.
Hier geht es um Handschrift, Stil, Persönlichkeit.
Was uns besonders auffiel:
Extreme stilistische Vielfalt
Internationale Artists mit völlig unterschiedlichen Einflüssen
Mut zu Nischen
Hohe handwerkliche Qualität
Von minimalistischen Linearts bis zu aufwendigen Digital-Paintings.
Von süßen Chibi-Stickern bis zu düsteren, erwachsenen Illustrationen.
Von klassischen Anime-Motiven bis zu westlichen Popkultur-Fusionen.
Und vor allem: Gespräche.
Ein Satz, den wir immer wieder hörten – wortgleich oder sinngemäß:
„Online klickt man Likes. Hier redet man miteinander.“
Viele Artists erzählten, dass die DoKomi für sie mehr ist als Umsatz.
Sie ist Feedback. Bestätigung. Realität.
Man sieht hier sehr direkt:
Welche Motive funktionieren
Welche Serien gerade gefragt sind
Welche Stile Aufmerksamkeit bekommen
Wo Trends entstehen – und wo sie enden
Gerade für junge Künstler ist das unbezahlbar.
Und für Besucher entsteht ein Gefühl, das Online-Shops nie liefern können: Verbindung.
Ein Thema, das offen angesprochen werden muss: Preise.
Ja, Fanart, Prints und handgemachte Produkte sind teurer als Online-Massenware.
Aber: Sie sind auch ehrlicher.
Druckqualität
Material
Zeitaufwand
Messekosten
Wer hier kauft, kauft nicht nur ein Produkt – sondern unterstützt eine Person.
Diese Transparenz ist spürbar. Und sie wird akzeptiert.
Auffällig 2025:
Viele Besucher kamen gezielt mit Budget.
Nicht zum „Bummeln“, sondern zum bewussten Unterstützen.
Natürlich gehört Merchandising zur DoKomi.
Figuren, Manga, Plüsch, Sammelkarten, Kleidung, Schwerter, Accessoires – es gibt wenig, was es nicht gibt.
Besonders präsent:
Cosplay-Zubehör
Perücken & Styling-Tools
Repliken bekannter Waffen
Sammelkarten & Booster
Was positiv auffiel:
Die Hallen wirkten trotz der Menge nicht chaotisch.
Warteschlangen wurden gelenkt, Security griff dezent ein, wenn nötig. Kein Gedränge um jeden Preis.
Der 18+ Bereich war auch 2025 wieder klar abgegrenzt.
Zutritt nur mit Altersbändchen. Klare Kontrolle. Klare Kommunikation.
Inhaltlich:
Erotische Illustrationen
Spezielle Prints & Bücher
Merchandise für ein erwachsenes Publikum
Wichtig:
Dieser Bereich wirkte nicht reißerisch, sondern normalisiert.
Ein Teil der Szene – nicht ihr Skandal.
Ein Detail, das wir lieben – und das die DoKomi perfekt beherrscht:
Unerwartete Highlights.
Sammelkarten-Automaten
Mini-Galerien zwischen Händlerreihen
Stände ohne Schlange, aber mit Charakter
Künstler, die man noch nie gesehen hat – und nicht mehr vergisst
Gerade diese Momente machen die Messe besonders.
Man kommt für große Namen – und geht mit neuen Lieblingskünstlern.
Der Händler- und Artist-Bereich der DoKomi 2025 zeigt eindrucksvoll:
Größe und Kreativität schließen sich nicht aus
Kommerz muss nicht seelenlos sein
Community funktioniert auch bei 200.000+ Menschen
Die DoKomi verkauft nicht nur Produkte.
Sie verbindet Menschen mit dem, was sie lieben.
Und genau hier entsteht das Fundament für alles, was noch kommt.
Cosplay ist auf der DoKomi 2025 kein Programmpunkt.
Cosplay ist Grundrauschen.
Es ist überall – und gleichzeitig hochgradig individuell.
Schon früh morgens, lange vor offiziellem Programmbeginn, sieht man sie:
Menschen mit Kleiderhüllen, Rüstungsteilen, Perückenboxen. Konzentration im Blick. Routine in den Handgriffen. Aufregung in der Luft. Für viele beginnt der Messetag nicht am Eingang – sondern Stunden vorher im Hotelzimmer oder Backstage-Bereich.
Was die DoKomi 2025 besonders deutlich gezeigt hat:
Cosplay kennt keine Norm mehr.
Hier laufen nebeneinander:
Screen-accurate High-End-Cosplays
Eigeninterpretationen und Mash-ups
Genderbent-Versionen
Low-Budget-Herzensprojekte
Humorvolle One-Day-Outfits
Und niemand wirkt fehl am Platz.
Diese Selbstverständlichkeit ist kein Zufall. Sie ist Ergebnis jahrelanger Community-Arbeit – und sie ist einer der größten Erfolge der DoKomi. Es geht nicht darum, perfekt zu sein. Es geht darum, sich zu zeigen.
Natürlich gab es auch 2025 wieder Cosplays, bei denen man stehen bleibt.
Nicht, weil sie laut sind – sondern weil sie stimmig sind.
Saubere Rüstungsarbeiten
Durchdachte Materialwahl
Funktionale Details
Ausdrucksstarkes Make-up
Auffällig: Viele dieser Cosplays waren nicht für Wettbewerbe gedacht.
Sie existierten einfach, um da zu sein. Um Freude zu machen. Um Gespräche auszulösen.
Und genau darin liegt ihre Stärke.
Die Cosplay-Wettbewerbe gehörten auch 2025 zu den größten Publikumsmagneten.
Volle Reihen. Warteschlangen. Erwartung.
Was man hier nicht unterschätzen darf:
Ein Wettbewerb ist kein Spaziergang.
Nervosität
Zeitdruck
Technikabhängigkeit
Bewertung durch Jury und Publikum
Wer hier auftritt, zeigt mehr als ein Kostüm.
Er oder sie zeigt Monate an Arbeit – komprimiert auf wenige Minuten.
Besonders positiv:
Die Wertschätzung im Publikum war spürbar. Applaus auch für leise Performances. Respekt für Mut. Anerkennung für Aufwand.
Ein zentrales Thema auf jeder großen Convention – und auch auf der DoKomi 2025 klar präsent: Fotografieren mit Respekt.
Was wir beobachtet haben:
Nachfragen wurde zur Regel, nicht zur Ausnahme
Ablehnung wurde akzeptiert
Security griff ein, wenn Grenzen überschritten wurden
Gerade bei dieser Besucherzahl ist das keine Selbstverständlichkeit.
Umso wichtiger ist es, das klar zu benennen:
Die DoKomi-Community lebt Consent – sichtbar und aktiv.
Cosplay besteht nicht nur aus Fotos und Applaus.
Es besteht aus Pausen.
Aus Sitzen auf dem Boden.
Aus Reparaturen mit Tape.
Aus gegenseitigem Helfen bei Reißverschlüssen.
Aus Wasserflaschen, die weitergereicht werden.
Diese Momente sieht man nicht auf Social Media.
Aber sie definieren die Atmosphäre.
Gerade im Außenbereich entstanden immer wieder kleine, informelle Treffpunkte. Gespräche zwischen Menschen, die sich vorher nie gesehen haben – und die sich trotzdem sofort verstehen.
Ein besonderes Stilmittel der DoKomi sind ihre Abendveranstaltungen.
Allen voran der Cosplayball.
Tagsüber: bunte Vielfalt, Lärm, Bewegung.
Abends: Tanz, Eleganz, Ruhe.
Dieser Kontrast wirkt.
Er zeigt, dass Cosplay nicht nur Show ist – sondern Ausdruck. Und dass diese Szene mehr Facetten hat, als Außenstehende oft vermuten.
Die DoKomi 2025 hat eindrucksvoll bestätigt:
Cosplay ist kein Randphänomen
Es ist kein Kostümspiel
Es ist kein Wettbewerb um Aufmerksamkeit
Es ist kreativer Ausdruck, soziale Verbindung und persönliche Entwicklung zugleich.
Viele Cosplayer, mit denen wir gesprochen haben, beschrieben es ähnlich:
Cosplay gibt Selbstvertrauen. Es schafft Gemeinschaft. Es erlaubt, für einen Moment jemand anderes zu sein – oder vielleicht endlich man selbst.
Das Bühnenprogramm der DoKomi 2025 war kein Beiwerk.
Es war Rückgrat, Katalysator und Treffpunkt zugleich.
Über 140 Stunden Programm verteilten sich auf mehrere Bühnen und Räume. Parallel, dicht getaktet, inhaltlich breit. Wer hier ohne Planung ankam, verlor schnell den Überblick. Wer vorbereitet war, wurde belohnt.
Die DoKomi setzt seit Jahren auf einen klaren Ansatz:
Nicht alles muss laut sein. Nicht alles muss Entertainment im klassischen Sinne sein.
Entsprechend vielfältig war das Angebot:
Cosplay-Wettbewerbe und Showcases
Panels zu Anime, Manga, Games und Kultur
Q&A-Sessions mit Gästen
Autogrammstunden
Live-Zeichnungen und kreative Demos
Community-Talks und Workshops
Diese Mischung sorgt dafür, dass nicht nur konsumiert wird.
Es wird zugehört, gefragt, diskutiert.
Die großen Wettbewerbe zogen erwartungsgemäß die meisten Menschen an. Volle Reihen, stehende Zuschauer, gespannte Stille vor dem Auftritt.
Was auffiel:
Die Inszenierung blieb professionell, aber nicht überinszeniert.
Der Fokus lag klar auf den Teilnehmenden – nicht auf Effekten.
Klare Moderation
Strukturierte Abläufe
Wertschätzender Umgang
Das Publikum reagierte entsprechend. Applaus auch für leise, emotionale Performances. Anerkennung für Mut, nicht nur für Perfektion.
Abseits der großen Shows fanden Panels statt, die oft unterschätzt werden – zu Unrecht.
Hier ging es um:
Kreative Prozesse
Hintergründe von Serien und Games
Herausforderungen für Künstler und Creator
Community-Themen
Persönliche Werdegänge
Gerade diese Formate zeigten, wie erwachsen und reflektiert die Szene geworden ist. Fragen aus dem Publikum waren durchdacht, respektvoll, interessiert. Diskussionen blieben sachlich – auch bei kontroversen Themen.
Internationale Gäste, bekannte Cosplayer, Synchronsprecher, Mangaka, Influencer. Die Liste war lang. Doch entscheidend war nicht der Name – sondern die Nähe.
Die DoKomi schafft es, Distanz abzubauen:
Autogrammstunden ohne Star-Allüren
Q&A-Sessions auf Augenhöhe
Gespräche am Rand der Bühne
Begegnungen, die nicht geplant wirken
Viele Besucher verließen diese Formate mit dem Gefühl, nicht nur jemanden „gesehen“, sondern kennengelernt zu haben. Genau das bleibt.
Ein besonderes Kapitel sind die Creator- und VTuber-Formate.
Hier gelten andere Regeln – und sie wurden respektiert.
Klare Foto- und Videoverbote
Moderierte Interaktion
Fokus auf Gespräch statt Content-Jagd
Diese Professionalität schafft Sicherheit – für Creator wie für Fans.
Und sie zeigt, dass die DoKomi neue Popkultur nicht nur zulässt, sondern versteht.
So stark das Programm war, ein Punkt wurde mehrfach kritisch angesprochen:
Technische Verzögerungen ohne klare Kommunikation.
Wenn Panels oder Shows verspätet starteten, fehlten teils kurze Updates.
15 Minuten Stillstand ohne Information erzeugen Unruhe – selbst bei geduldigem Publikum.
Wichtig:
Das ist kein Drama. Aber es ist ein Lernfeld.
Ein Satz, eine Durchsage, ein Hinweis – und die Stimmung bleibt entspannt.
Trotz voller Räume blieb die Stimmung auffallend ruhig und respektvoll.
Kein Drängeln, kein lautes Stören, kaum Zwischenrufe.
Das zeigt:
Das Publikum will Inhalte.
Und es weiß, wie man sie konsumiert.
Das Bühnenprogramm der DoKomi 2025 war:
Umfangreich
Vielschichtig
Anspruchsvoll
Nahbar
Es bot Raum für große Emotionen – und für leise Erkenntnisse.
Für Applaus – und für Nachdenken.
Und genau diese Balance macht es so stark.
Gaming ist auf der DoKomi 2025 kein dominierendes Element – und genau das ist ihre Stärke.
Die Messe versucht nicht, eine kleine gamescom zu sein. Sie inszeniert Gaming bewusst anders: persönlicher, greifbarer, entschleunigter.
Wer die Gaming-Halle betrat, merkte sofort:
Hier geht es nicht um LED-Wände, Launch-Trailer und Dauerbeschallung.
Hier geht es um Interaktion.
Natürlich waren große Namen präsent. Allen voran Nintendo, das mit einem der am stärksten frequentierten Stände der gesamten Messe aufwartete. Die Nintendo Switch 2 konnte hier direkt ausprobiert werden – inklusive neuer Funktionen der Joy-Con-Controller und aktueller Titel wie Mario Kart World oder The Legend of Zelda: Tears of the Kingdom in verbesserter Version.
Die Schlangen waren lang. Sehr lang.
Aber sie blieben geordnet. Geduldig. Fast schon ritualisiert.
Niemand drängelte – man wusste, worauf man wartet.
Ein zentraler Kontrastpunkt: Retro-Gaming.
Alte Konsolen. Röhrenfernseher. Klassiker aus mehreren Jahrzehnten.
Hier wurde nicht optimiert, gepusht oder analysiert.
Hier wurde gespielt – gemeinsam, nebeneinander, manchmal lachend, manchmal fluchend.
Besonders spannend:
Viele jüngere Besucher erlebten hier Spiele, die sie sonst nur aus Videos kannten.
Für ältere Fans war es eine Zeitreise.
Für alle war es verbindend.
Ein Bereich, der auffällig viele Zuschauer anzog: Rhythmus- und Musikspiele.
Tanzmatten, Arcade-Setups, Titel wie Stepmania, Osu! oder asiatische Rhythmus-Games mit spezieller Peripherie.
Hier wurde Gaming plötzlich sportlich.
Schwitzen
Anfeuern
Staunen
Man musste kein Profi sein, um mitzumachen.
Man musste nur bereit sein, sich zu bewegen – und sich ein Stück weit lächerlich zu machen. Genau das machte den Reiz aus.
Ein weiterer Trend, der sich 2025 klar zeigte:
Gaming als Thema, nicht nur als Spiel.
Stände aus Franchises wie Fallout setzten weniger auf spielbare Demos, sondern auf:
Foto-Spots
Mini-Games
Sammelaktionen
Giveaways
Diese Form der Interaktion funktioniert auf der DoKomi erstaunlich gut.
Sie fügt sich organisch ins Messeerlebnis ein – ohne den Anspruch, technisches Highlight zu sein.
Eines der meistfotografierten Details:
Sammelkarten-Automaten.
Booster-Packs aus dem Automaten ziehen, bezahlen wie bei einem Snack – ein kleines Konzept, das viele begeisterte.
Kein großes Feature.
Aber ein perfektes Beispiel für das, was die DoKomi ausmacht: Liebe zum Detail.
Die DoKomi 2025 zeigt klar:
Gaming ist Teil der Popkultur
Aber nicht ihr alleiniger Mittelpunkt
Weniger Reizüberflutung, mehr Erlebnis
Wer High-End-Launches sucht, ist hier falsch.
Wer Gaming als kulturellen Bestandteil erleben will, ist hier genau richtig.
Gaming auf der DoKomi ist kein Produkt.
Es ist Begegnung.
Bei einer Messe der Größenordnung der DoKomi 2025 entscheidet nicht nur das Programm über das Erlebnis – sondern die Fähigkeit, rechtzeitig auszusteigen. Wer keine Pausen einplant, erlebt weniger. So einfach ist das.
Und genau hier spielt der Außenbereich der DoKomi eine oft unterschätzte Schlüsselrolle.
Zwischen Hallen, Programmpunkten und Besucherströmen liegt etwas, das auf vielen Conventions fehlt: Raum.
Der weitläufige Außenbereich der Messe Düsseldorf ist kein reines Durchgangsgelände. Er ist Treffpunkt, Ruhezone, Essensplatz und sozialer Raum zugleich.
Was besonders auffiel:
Viele Sitzgelegenheiten
Genug Platz für Gruppen
Spontane Cosplay-Treffen
Fotografen, die Abstand halten können
Gerade bei dieser Besucherzahl ist das Gold wert.
Kulinarisch bot die DoKomi 2025 eine große Bandbreite – vor allem im Außenbereich.
Zu finden waren:
Takoyaki
Ramen
Dango
Taiyaki
Japanische Snacks & Süßigkeiten
Bubble Tea in unzähligen Varianten
Klassische Festival-Küche wie Burger & Pommes
Die Qualität war überwiegend gut.
Die Preise – erwartbar hoch.
Das ist kein Geheimnis und keine Überraschung.
Messepreise bleiben Messepreise.
Hier sind wir bewusst ehrlich:
Wer den ganzen Tag auf der DoKomi verbringt, sollte eigenes Wasser und Snacks einplanen.
Das ist erlaubt.
Das ist sinnvoll.
Und es nimmt Druck aus dem Budget.
Viele Besucher nutzten den Außenbereich genau dafür:
Kurze Pause, Snack aus dem Rucksack, danach weiter ins Getümmel.
Düsseldorf im Juni bleibt unberechenbar.
Auch 2025 zog immer wieder Regen durch.
Das Ergebnis:
Cosplayer suchten Unterstände
Aufenthalte draußen wurden kürzer
Innenräume füllten sich schneller
Trotzdem:
Die Messe war darauf vorbereitet.
Überdachte Bereiche, Hallennähe, kurze Wege – das Konzept hielt stand.
Ein einfacher, aber wichtiger Tipp, der sich bewährt hat:
Regenschirm oder Regenponcho einpacken.
Ein Punkt, den viele Erstbesucher unterschätzen:
Die DoKomi ist mental genauso fordernd wie körperlich.
Geräuschkulissen
Visuelle Reize
Soziale Interaktion
Entscheidungen im Minutentakt
Der Außenbereich wurde deshalb nicht nur zum Essensplatz, sondern zur mentalen Reset-Zone.
Man sah:
Cosplayer ohne Perücke
Gruppen im Gras
Stille Gespräche
Menschen, die einfach kurz nichts tun
Und genau diese Momente machen es möglich, danach wieder mit Energie weiterzumachen.
Besonders schön:
Viele der intensivsten Gespräche fanden nicht in den Hallen statt.
Im Außenbereich entstanden:
Neue Bekanntschaften
Spontane Shootings
Kleine Community-Treffen
Austausch zwischen Generationen
Hier verschwimmt die Grenze zwischen Programm und Freizeit.
Die Messe wird menschlich.
Die DoKomi 2025 wäre ohne ihren Außenbereich deutlich anstrengender gewesen.
So aber entstand ein notwendiger Gegenpol zum Dauerinput der Hallen.
Essen, Sitzen, Reden, Atmen – das klingt banal.
Ist es aber nicht.
Es ist die Voraussetzung dafür, dass man drei Tage DoKomi nicht nur übersteht, sondern genießt.
Man kann über Größe, Programm und Besucherzahlen der DoKomi 2025 sprechen – aber all das erklärt nicht, warum diese Messe für so viele Menschen Jahr für Jahr ein Pflichttermin ist.
Die eigentliche Antwort liegt zwischen den Programmpunkten.
In den Begegnungen. In der Atmosphäre. In dem Gefühl, dazuzugehören.
Die DoKomi ist international, ohne sich elitär anzufühlen.
Schon nach wenigen Minuten hört man Gespräche auf:
Deutsch
Englisch
Französisch
Niederländisch
Italienisch
Und niemand wirkt fehl am Platz.
Cosplayer aus ganz Europa reisen an, oft in Gruppen, oft mit monatelanger Vorbereitung. Für viele ist die DoKomi nicht „eine Messe“, sondern der jährliche Fixpunkt, an dem man Menschen wiedertrifft, die man sonst nur online kennt.
Ein immer wiederkehrendes Motiv in Gesprächen:
„Wir kennen uns seit Jahren aus dem Internet – und sehen uns hier endlich wieder.“
Die DoKomi ist ein Ort, an dem Discord-Namen Gesichter bekommen.
An dem Instagram-Profile zu echten Stimmen werden.
An dem Online-Communities für ein Wochenende physisch existieren.
Das verändert Dynamiken.
Gespräche werden ehrlicher. Beziehungen greifbarer. Konflikte relativiert.
Was besonders auffällt – und nicht selbstverständlich ist:
Die Atmosphäre ist offen, respektvoll und niedrigschwellig.
Neue Leute werden schnell integriert
Cosplays werden wertschätzend kommentiert
Unterschiede werden akzeptiert
Vielfalt wird nicht diskutiert, sondern gelebt
Egal ob Alter, Herkunft, Geschlecht, Erfahrung oder Budget – auf der DoKomi zählt vor allem eins: die gemeinsame Leidenschaft.
Viele der schönsten Momente passieren abseits der Kamera:
Jemand leiht Nähzeug
Jemand hält Props
Jemand erklärt Neulingen den Weg
Jemand passt auf, wenn jemand erschöpft wirkt
Diese kleinen Gesten ziehen sich durch die gesamte Messe.
Sie sind unspektakulär – und genau deshalb so wichtig.
Cosplay funktioniert hier nicht nur als Ausdruck, sondern als Einladung.
Ein Kostüm ist Gesprächsanlass, Eisbrecher, Verbindungspunkt.
Man fragt nach:
Materialien
Serien
Bauzeit
Lieblingscharakteren
Und plötzlich ist man mitten im Gespräch.
Ohne Smalltalk. Ohne Hürden.
Auch für uns von BattleVerseDE ist die DoKomi ein Ort der Begegnung.
Wir treffen bekannte Gesichter, Kooperationspartner, Community-Mitglieder.
Aber auch neue Menschen, neue Perspektiven, neue Impulse.
Gerade diese Mischung aus professioneller Distanz und persönlicher Nähe macht den Reiz aus.
Man ist Medienvertreter – und gleichzeitig Fan.
Bei 215.000 Besuchern wäre Chaos leicht.
Doch das Gegenteil war der Fall.
Natürlich gibt es Stresssituationen. Müdigkeit. Überforderung.
Aber Eskalationen? Selten.
Aggression? Kaum spürbar.
Das spricht nicht nur für Organisation und Security – sondern für die Community selbst.
Die DoKomi 2025 fühlt sich nicht an wie eine anonyme Großmesse.
Sie fühlt sich an wie ein riesiges, internationales Community-Treffen.
Man kommt wegen Anime, Manga oder Games.
Man bleibt wegen der Menschen.
Und genau deshalb funktioniert dieses Event auch in dieser Größenordnung.
Bei 215.000 Besucherinnen und Besuchern gibt es keine perfekte Organisation.
Es gibt nur eine Frage, die zählt: Trägt das System?
Die DoKomi 2025 liefert hier eine klare Antwort:
Ja – aber nicht ohne Reibung.
Der Einlass zur Messe war über alle Tage hinweg gut strukturiert.
Ticketkontrollen, Taschenchecks, Security-Präsenz – alles sichtbar, aber nicht aufdringlich.
Was positiv auffiel:
Freundlicher Umgangston
Klare Anweisungen
Schnelle Reaktion bei Rückfragen
Trennung von Besucher- und Lieferströmen
Gerade bei Cosplayern mit großen Props und Kostümen wurde spürbar mitgedacht. Regeln waren vorhanden, aber flexibel ausgelegt. Sicherheit ja – Schikane nein.
Die Verteilung der Menschenmengen über die Hallen funktionierte größtenteils gut. Engstellen entstanden vor allem dort, wo sie unvermeidbar waren:
Beliebte Händlerstände
Nintendo-Stand
Autogrammstunden
Große Wettbewerbe
Positiv:
Security und Orga griffen ein, bevor es kritisch wurde. Wege wurden freigemacht, Warteschlangen umgeleitet, Hinweise ausgesprochen.
Negativ – und hier sind wir bewusst ehrlich:
Teilweise fehlten frühzeitige visuelle Hinweise, wenn Bereiche bereits überfüllt waren. Ein paar zusätzliche Info-Displays oder App-Pushs hätten hier Druck rausnehmen können.
Die Anbindung der Messe Düsseldorf ist seit Jahren ein Vorteil – und auch 2025 zeigte sich das.
Zusätzliche S- und U-Bahnen
Dicht getaktete Verbindungen
Shuttlebusse von großen Parkflächen
Separate Abholzonen
Ja, die Bahnen waren voll. Teilweise sehr voll.
Aber sie fuhren. Regelmäßig. Verlässlich.
Unser Eindruck:
Ohne diese Infrastruktur wäre die DoKomi in dieser Größenordnung nicht denkbar.
Die offizielle DoKomi-App war 2025 ein notwendiges Werkzeug.
Hallenpläne, Programmübersichten, Favoritenlisten – all das funktionierte zuverlässig.
Was fehlte:
Echtzeit-Infos bei Verzögerungen
Push-Nachrichten bei Raumänderungen
Hinweise zu überfüllten Bereichen
Die Basis stimmt.
Jetzt geht es um Live-Kommunikation – und die wird bei weiterem Wachstum unverzichtbar.
Der meistgenannte Kritikpunkt aus Gesprächen und Beobachtungen:
Technische Verzögerungen ohne klare Kommunikation.
Wenn Shows oder Panels verspätet starteten, warteten Besucher teilweise 10–15 Minuten ohne Information. Das sorgt für Unruhe – nicht aus Ungeduld, sondern aus Unsicherheit.
Wichtig:
Das Publikum zeigte Verständnis.
Aber Verständnis ersetzt keine Information.
Ein kurzer Hinweis hätte oft gereicht.
Auch das gehört zur Realität:
Toiletten waren ausreichend vorhanden
Regelmäßig gereinigt
Wasserstellen erreichbar
Keine Highlights – aber auch keine Skandale.
Und bei dieser Besucherzahl ist genau das eine Leistung.
Die DoKomi wächst – jedes Jahr.
Und Wachstum bringt Herausforderungen:
Längere Wege
Höhere Belastung für Infrastruktur
Mehr Koordination
Höhere Erwartungen
Die DoKomi 2025 zeigt:
Das Fundament ist stabil.
Jetzt geht es um Feinjustierung.
Die Organisation der DoKomi 2025 war:
Professionell
Belastbar
Fan-orientiert
Nicht perfekt – aber funktional auf hohem Niveau.
Und vor allem:
Man hatte nie das Gefühl, „allein gelassen“ zu werden.
Das ist bei Großevents keine Selbstverständlichkeit.
Eine Veranstaltung in der Größenordnung der DoKomi 2025 kann nicht fehlerfrei sein.
Wer das erwartet, verkennt die Realität von Großevents.
Die entscheidende Frage lautet vielmehr: Wird Kritik ernst genommen – und lässt sich daraus lernen?
Und genau hier lohnt ein nüchterner, fairer Blick.
Der am häufigsten genannte Kritikpunkt, sowohl in Gesprächen vor Ort als auch im Nachgang online:
Fehlende oder verspätete Informationen bei Programmverzögerungen.
Panels starteten später
Technikprobleme verzögerten Shows
Publikum wartete ohne Updates
Das Problem war nicht die Verzögerung selbst – sondern die Stille.
Konkreter Vorschlag:
Kurze Durchsagen
Hinweise auf Displays
Push-Nachrichten in der App
Transparenz beruhigt. Immer.
Trotz guter Grundorganisation entstanden immer wieder Hotspots:
Beliebte Händlerstände
Nintendo-Stand
Autogrammstunden
Wettbewerbe
Hier zeigte sich:
Je erfolgreicher die Messe wird, desto wichtiger wird aktive Besucherlenkung.
Mögliche Ansätze:
Zeitfenster für bestimmte Angebote
Klare Schlangenführungen
Frühzeitige Hinweise auf volle Bereiche
Nicht als Einschränkung – sondern als Service.
Der Außenbereich funktionierte gut.
In den Hallen selbst hingegen waren Sitzmöglichkeiten teilweise rar.
Gerade für:
Cosplayer in schweren Kostümen
Menschen mit Einschränkungen
Besucher an langen Tagen
Vorschlag:
Mehr temporäre Sitzinseln
Klar gekennzeichnete Ruhebereiche
Bessere Kommunikation, wo man pausieren kann
Das steigert nicht nur Komfort, sondern auch Sicherheit.
Die DoKomi-App ist solide – aber sie kann mehr.
Der nächste logische Schritt:
Echtzeit-Infos
Push-Nachrichten
Warnungen bei Raumüberfüllung
Je größer die Messe, desto wichtiger wird digitale Steuerung.
Die langen Wege sind kein Organisationsfehler.
Sie sind Teil der Realität des Geländes.
Was hilft:
Noch klarere Wegweiser
Gehzeit-Angaben zwischen Hallen
Orientierungspunkte für Erstbesucher
Kleine Maßnahmen mit großer Wirkung.
Messepreise bleiben Messepreise.
Das akzeptiert die Community – solange sie weiß, worauf sie sich einlässt.
Hier wäre denkbar:
Frühzeitige Hinweise
Preisrahmen-Kommunikation
Mehr kostenlose Wasserstellen
Transparenz schafft Akzeptanz.
Die DoKomi 2025 hat keine strukturellen Probleme.
Sie hat Wachstumsschmerzen.
Und das ist ein entscheidender Unterschied.
Alles, was wir hier ansprechen, ist lösbar.
Nichts davon gefährdet das Konzept.
Im Gegenteil: Es zeigt, wie ernsthaft die Messe bereits aufgestellt ist.
Am Ende bleibt bei der DoKomi 2025 kein einzelner Moment hängen.
Es bleibt ein Gefühl.
Ein Gefühl von Größe – ohne Beliebigkeit.
Von Vielfalt – ohne Beliebigkeit.
Von Wachstum – ohne Identitätsverlust.
Mit rund 215.000 Besucherinnen und Besuchern hat die DoKomi 2025 neue Dimensionen erreicht. Doch bemerkenswerter als diese Zahl ist, wie souverän dieses Wachstum getragen wurde.
Die DoKomi ist längst kein reines Event mehr.
Sie ist:
Treffpunkt
Bühne
Marktplatz
Rückzugsraum
Community-Hub
Anime, Manga, Gaming, Cosplay und japanische Popkultur existieren hier nicht nebeneinander – sie greifen ineinander. Und sie tun das auf eine Weise, die sowohl Neulinge als auch Veteranen abholt.
Was die DoKomi 2025 besonders gemacht hat, war ihre Balance:
Große Marken und kleine Artists
Lautes Entertainment und leise Gespräche
Wettbewerb und Gemeinschaft
Kommerz und Leidenschaft
Diese Balance ist fragil.
Aber sie wurde gehalten.
Der größte Erfolgsfaktor ist – und bleibt – die Community.
Respektvoll
Hilfsbereit
International
Offen
Diese Haltung lässt sich nicht planen.
Man kann sie nur ermöglichen.
Die DoKomi tut genau das.
Die angesprochenen Schwachstellen sind real.
Aber sie sind kein Warnsignal, sondern ein Entwicklungsauftrag.
Mehr Kommunikation.
Mehr digitale Steuerung.
Mehr Ruheflächen.
All das ist machbar – und notwendig, wenn die Messe weiter wächst.
Die nächste DoKomi findet statt vom:
29. bis 31. Mai 2026
Messe Düsseldorf
Unsere Empfehlung – aus Erfahrung:
Tickets früh sichern
Unterkunft rechtzeitig buchen (auch außerhalb Düsseldorfs)
Mehrere Tage einplanen
Die App aktiv nutzen
Pausen bewusst einbauen
Die DoKomi 2025 war kein perfektes Event.
Aber sie war ein ehrliches, kraftvolles und verbindendes.
Sie hat gezeigt, wie weit die Szene gekommen ist –
und wie viel Potenzial noch vor ihr liegt.
Wir kommen nicht wegen der Größe zurück.
Wir kommen wegen der Menschen.
Wir sehen uns 2026.